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GUSTAV OELSNER - Architekt für Altona
1879 - 1956
Städtebau der 20er Jahre

Generalsiedlungsplan
Grüngürtel
Altonaer Volkspark
Elbparks
Klinkerfassaden



           

D I E   E L B P A R K S


 
Die Großstadtbevölkerung Altonas aus den eng bebauten Wohnvierteln ins Freie hinauszuführen, erhob Oelsner zum wichtigsten Planungsziel. Arbeit, Wohnung und Erholung waren die drei Programmpunkte für eine Neuordnung der Stadt Altona (Generalbebauungsplan, 1923).

Oelsner erkannte im Laufe seiner Arbeit als Stadtbaurat von Altona, dass seine Gedanken zur kompletten Auflösung der Großstadt nicht zu verwirklichen waren und die Auflockerung der bestehenden Strukturen mit Grünbereichen und Freiflächen der einzig wahre Kompromiss war. Die in den Elbvororten vornehmlich in privatem Besitz liegenden Elbparks wollte er erhalten, der Großstadtbevölkerung zugänglich machen und die drohende Parzellierung zugunsten weiterer Villengebiete unbedingt verhindern. Die Finanzierung des Ankaufs bildete Oelsner aus Krediten vom Staat und Zuschüssen des preußischen Volkswohlfahrtministeriums. Zur Sicherung dieser Erholungsgebiete für die Bevölkerung zählen folgende Park- und Waldflächen, welche hier näher erläutert werden.

In seinen Ausführungen zu den „Aufgaben der Stadt Altona“ schreibt Oelsner über die neuen Elbparks: „Aber die landschaftlich unvergleichliche Lage der Stadt bot auch den Raum für viele schöne Einzelschöpfungen, die in den Elbvororten, in Grün gebettet, an vielen Stellen ein Idealbild (...) der Siedlung geben. Der wunderschöne alte Baumbestand, der Blick auf den Strom, den man von großen Terrassen genießt, die schöne Eigentümlichkeit mit Knicks und Weiden. Auf der Hochfläche (Geestrücken) sucht die Bevölkerung (...) Erholung zwischen den Gärten unserer Vororte und am Elbufer, das wie der Meeresstrand von Ebbe und Flut beherrscht wird.“

Alle Elbparks, bis auf den Goßler-Park, wurden zu Oelsners Zeiten durch eine neu geschaffene Uferpromenade - den heutigen Elbwanderweg - mit einander verbunden. Die dazu notwendigen Grundstücksankäufe und Enteignungen verschiedener privater Grundstücke zwischen Övelgönne und Teufelsbrück sowie Nienstedten und Blankenese konnten aufgrund der weitsichtigen Politik Oelsners und Max Brauers verwirklicht werden.

(Textbeitrag aus Ausstellungskatalog “stadt-visionen-antworten”)


- Donners Park
- Rosengarten
- Schröders Elbpark
- Hindeburgpark
- Jenischpark
- Hirschpark
- Baurs Park
- Goßlers Park