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OELSNER VITA / BAUTEN


Lebenslauf

Gebäude in HH - Altona

Wohnungsbauten
Bahrenfelder Steindamm
Rathenaupark “Moltkeblock”
Augustenburger / Kieler Str.
Koldingstraße
Lunapark
Helmholtzstraße
Schützenstraße
Luruper Chaussee
Steenkamp-Siedlung
Rulantweg
Otzenstraße

Wohlfahrtsbauten
Schwesternwohnheim
Arbeitsamt Kieler Straße
Gewerbeschule
Pestalozzi-Schule

Gebäudeverlust





           

O T Z E N S T R A S S E

 
Baujahr: 1929/30
Stadtteil: Altona-Altstadt
Straße: Otzenstraße
Haustyp: Wohnblock
Geschossigkeit: 4/5-geschossig


Lage
Die Wohngebäude an der Otzenstrasse 42-46, ehem. Paulstr., wurden in den Jahren 1929-30 als eines der letzten Wohnungsbauvorhaben Oelsners von der SAGA erreichtet. Es handelt sich um ein Eckgebäude, dessen beide Gebäudeflügel keine geschlossene Ecke bilden, sondern nur aneinander stoßen. Die Sichtbarmachung dieser beiden Flügel wird durch die unterschiedliche Anzahl der Geschosse mit jeweils 4 gegenüber 5 Geschossen erreicht.

Architektur
Es handelte sich auch hier um einen Mauerwerksbau, dessen Erscheinungsbild extrem schlicht gehalten war und besonders die Horizontale durch differenzierte, gemauerte Brüstungs- und Fensterbänder gliederte. Die ebenfalls horizontal gegliederten Fenster betonten dieses Gestaltungsprinzip. Die Fensterrahmen wurden bündig in die Fassade gesetzt, um die kubische Form des Gebäudes zu betonen. Nur durch die vertikal gegliederten Treppenhausfenster wird die strenge Horizontalität unterbrochen. Die Hauseingänge sind hier, vergleichbar mit denen an der Schützenstrasse, mit abgerundeten Fassadenecken zurück versetzt und mit kleinen Vordächern aus Stahlbeton versehen.



Grundrisse



Die Wohnungstypologie entspricht denen der sog. Kleinwohnungen der Luruper Chaussee, wobei auch hier auf Loggien bzw. Balkons verzichtet wurde. Bei den Wohnungen handelt es sich um Zweispänner mit Querlüftung. Die Wohnungsgrundrisse sind sehr klein, mit 45 m2 Fläche enthalten sie eine Wohnküche mit der Küchenzeile, von Oelsner als „Laboratoriumsnische“ benannt, 2 Schlafzimmern und einem 3 m² „kleinen“ Bad. Die kleinen Zimmer ließen nur eine spartanische Möblierung zu, auch die schmalen Treppenhäuser erlaubten keinen Transport großer Möbel. Deswegen hatte es Oelsner erreicht, dass die Wohnungen bauseits mit Einbauschränken versehen wurden, die Schränke überflüssig machten und den kleinen Räumen mehr Freifläche geben konnten. Wie bei vergleichbaren Wohnungsbauten war der Keller mit einer Gemeinschaftswaschküche und kleinen Abstellräumen ausgestattet.




Fazit
2002 wurde an dem Gebäude eine Fassadensanierung vorgenommen. Dabei wurde die gesamte Fassade mit einer Thermohaut entsprechend der Wärmeschutzverordnung überzogen und mit einem grau-weißen Anstrich versehen. Das ursprüngliche Mauerwerk ist nur noch im Sockelbereich sichtbar. Außerdem sind die typischen Hauseingänge durch einen Vorbau vollkommen verändert worden.

















(Textbeitrag aus Ausstellungskatalog “stadt-visionen-antworten”)